Die wichtigsten Punkte:
- Die Pendelwand eignet sich für übliche Schüttgüter wie Schotter, Kies, Split und Sand und öffnet automatisch beim Ankippen
- Die hydraulische Heckklappe eignet sich für sperriges, großes Ladegut und öffnet bereits vor dem Kippvorgang, um Kollisionen zu vermeiden
- Beim Auflieger arbeitet ein einfach wirkender Zylinder mit Folgesteuerung, beim Kippaufbau ein doppelt wirkender Zylinder mit individueller Bedienung vom Fahrerhaus aus
- Ein elektrisches Schiebeverdeck versorgen Sie beim Auflieger über den NATO-Stecker, beim Kippaufbau über das Zündungsplus-Relais direkt an der LKW-Batterie
Warum lohnt sich der Vergleich zwischen Pendelwand und hydraulischer Heckklappe?
Im Schüttgutbereich diskutieren Sie häufig eine zentrale Frage: Setzen Sie auf die Pendelwand oder auf die hydraulische Heckklappe? Beide Systeme bringen Ihnen unterschiedliche Vorteile, je nachdem, welches Ladegut Sie transportieren. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen anhand eines Fahrzeugs, das beide Systeme vereint, worauf Sie bei Ihrer Entscheidung achten.
Wann setzen Sie die Pendelwand ein?
Die Pendelwand kommt bei üblichen Schüttgütern wie Schotter, Kies, Split, Sand und Erdaushub zum Einsatz. Sie öffnet automatisch und mechanisch, sobald Sie die Mulde ankippen. Die dafür notwendige Hebelverriegelung sitzt unterhalb der Mulde. Im aufgekippten Zustand erkennen Sie diese gut.
Wann setzen Sie die hydraulische Heckklappe ein?
Transportieren Sie sperriges und großes Ladegut, greifen Sie besser zur hydraulischen Heckklappe. Große Gesteinsbrocken beschädigen unter Umständen die pendelnde Rückwand beim Abkippen. Diese fällt aufgrund der Schwerkraft eher senkrecht ab und öffnet erst bei maximaler Kippstellung vollständig. Die hydraulische Rückwand öffnen Sie dagegen bereits vor dem Kippvorgang. So vermeiden Sie eine Kollision mit dem Ladegut.
Wie unterscheiden sich Auflieger und Kippaufbau bei der Hydraulikklappe?
Bei der Hydraulikklappe unterscheiden Sie zwischen einem Auflieger und einem Kippaufbau. Beim Auflieger öffnen Sie die Klappe mittels eines einfach wirkenden Hydraulikzylinders mit Folgesteuerung. Sie kippen kurz an, verharren, öffnen die Klappe und kippen dann weiter an. Da Zugmaschinen in der Regel nur einen Hydraulikanschluss besitzen, fließt das Hydrauliköl durch dieselbe Leitung wieder zurück in den Tank. Beim Kippaufbau übernimmt Schwarzmüller die Installation der Hydraulik am LKW. Hier verbauen wir einen doppelt wirkenden Hydraulikzylinder mit separatem Steuerkreis, da der Markt dies verlangt. Sie öffnen die Rückwand individuell vom Fahrerhaus aus, dieser Vorgang läuft anders als beim Auflieger nicht automatisch ab.
Wie versorgen Sie ein elektrisches Schiebeverdeck mit Strom?
Die elektrische Versorgung Ihres Schiebeverdecks beim Auflieger erfordert eine Verbindung zwischen Zugmaschine und Auflieger. Diese stellen Sie in der Regel über den bekannten NATO-Stecker, die sogenannte Schweinenase, her. Entscheiden Sie sich für ein elektrisches Schiebeverdeck bei Ihrem Kippaufbau, schließen wir die Stromversorgung über das Zündungsplus-Relais direkt an Ihre LKW-Batterie an.
Fazit
Ob Sie zur Pendelwand oder zur hydraulischen Heckklappe greifen, hängt von Ihrem Ladegut ab. Bei üblichen Schüttgütern wie Schotter, Kies oder Sand fahren Sie mit der Pendelwand gut. Transportieren Sie dagegen sperriges und großes Material, schützt Sie die hydraulische Heckklappe vor Beschädigungen. Zusätzlich beeinflusst Ihr Fahrzeugtyp die technische Umsetzung: Beim Auflieger arbeiten Sie mit einem einfach wirkenden Zylinder und Folgesteuerung, beim Kippaufbau mit einem doppelt wirkenden Zylinder und individueller Bedienung vom Fahrerhaus aus.